Das Islandpferd
Exterieur - äußere Merkmale

Als vor rund 1100 Jahren die ersten Vikinger mit ihren Pferden Island besiedelten, hatte bereits eine Auswahl der Pferde stattgefunden. Die Anforderungen der Siedler an ihre Pferde bestimmten eine Zuchtauslese, lange bevor sie sich mit ihren Booten nach Island aufmachten: Nur die besten Tiere waren gut genug und den zu erwartenden Strapazen der Überfahrt sowie dem Leben auf dem rauhen Eiland im Nordmeer gewachsen. Über die folgenden Jahrhunderte waren primär die Lebenskonditionen für Mensch und Pferd für die weitere Selektion verantwortlich.
Das Islandpferd ist robust und wetterhart, da es ein besonders dichtes Winterfell entwickelt. Dieses ermöglicht ihm ein Überwintern in seiner isländischen Heimat. Die Fellfarben des Islandpferdes sind sehr verschieden; es kann annähernd alle Fellfarben tragen, so gibt es neben Füchsen, Schimmeln und Rappen, Falben, Braune, und Erdfarbene sowie Isabellen, Windfarbene und Schecken. Farbwechsler sind sehr selten, man findet sie – ebenso wie Plattenschecken und Klecksschecken – in Verbindung mit sämtlichen Grundfarben. Insgesamt kann man über 400 Farb- und Mustervarianten beim Isländer beobachten.
Generell schwanken Islandpferde im Typ. Während insbesondere ältere Pferde im Ponytyp stehen, entspricht ein im Reitpferdetyp stehendes, elegantes und gut bemuskeltes Islandpferd mit schön getragenem, ausdrucksvollem Kopf und vollem Schweif und Mähne eher dem derzeitigen Zuchtziel der FEIF (Internationale Föderation der Islandpferde - Vereine).




